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  1. Gemäß § 146 Abs. 7 BewG ist für bebaute Grundstücke ein niedrigerer Grundstückswert festzustellen, wenn der Steuerpflichtige nachweist, dass der gemeine Wert des Grundstücks niedriger ist als der nach Absätzen 2-6 der Vorschrift ermittelte Wert.
  2. Der Nachweis kann u. a. durch Vorlage des Gutachtens eines Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken geführt werden.
  3. Ein Sachverständiger ist eine Person die auf dem Gebiet für das er Gutachten erstellt eine besondere Sachkenntnis nachweisen kann.
  4. Ob das Gutachten den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des Finanzamts und ggf. der Gerichte. (Urteil des BFH vom 10.11.2004)
  5. Der Nachweis ist erbracht, wenn die Behörde und ggf. das Gericht dem Gutachten ohne Einschaltung bzw. Bestellung weiterer Sachverständiger folgen kann.
  6. Einem Sachverständigengutachten, das bei Fehlen bewertungsrechtlicher Sonderregelungen den Vorgaben der Wertermittlungsverordnung (WertV) vom 6.12.1988 entspricht und plausibel ist, wird regelmäßig zu folgen sein.
  7. Das Gutachten muss auf den zutreffenden Bewertungsstichtag abgestellt sein.
  8. Das angewandte Wertermittlungsverfahren muss für das zu bewertende Grundstück geeignet sein. Nach § 7 Abs. 1 WertV sind zur Ermittlung des Verkehrswerts das Vergleichswertverfahren, Ertragswertverfahren, das Sachwertverfahren oder mehrere dieser Verfahren heranzuziehen. Das dabei gewonnene Ergebnis ist gemäß Satz 2 der Vorschrift unter Berücksichtigung der Lage auf dem Grundstücksmarkt zu überprüfen und ggf. an diese anzupassen.
  9. Nimmt der Sachverständige Abschläge vom Bodenwert vor, müssen sie objektivierbar und grundstücksbezogen begründet sein und zwar nicht nur dem Grunde nach sondern auch hinsichtlich der Höhe.
  10. Entspricht das Gutachten nicht in jeder Hinsicht den zu stellenden Anforderungen, berechtigt dies nicht ohne Weiteres dazu, das Gutachten insgesamt unberücksichtigt zu lassen. Ist etwa ein vorgenommener Abschlag nicht hinreichend begründet, ist lediglich dieser Abschlag zu streichen. Etwaige Lücken im Gutachten können vom Finanzamt und vom Finanzgericht selbst geschlossen werden, wenn und soweit dies ohne Sachverständige im üblichen Rahmen einer Beweiswürdigung möglich ist. (BFH vom 9.9.2009)

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Ulf Jäkel, Steuerberater, vereidigter Buchprüfer, Rechtsbeistand

CONSILIO

Beitrag verfasst am 28.07.2016

Zuletzt aktualisiert am 28.07.2016, 15:58 Uhr

 

Anforderungen an ein Sachverständigengutachten zum Nachweis eines niederen Werts

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